Plakat Eine Kirche als Ausgangspunkt für elektronische Musik? Zugegeben, der Gedanke mag ein wenig ungewöhnlich erscheinen, er ist aber nicht unmöglich. Nach meinem musikalischen Streifzug durch Graz („Hometown Memories“), mit dem ich schon das Mausoleum beschrieben hatte, wollte ich mich dem Grazer Dom widmen, dessen Architektur mich immer schon beeindruckt hat. Jeder, der schon einmal in einer Kirche war, kennt dieses Gefühl der inneren Ruhe, das einen erfasst, wenn man sich dort aufhält. Eben diese Ruhe ermöglichte es mir, die Architektur auf mich einwirken zu lassen und daraus die Inspiration für die vorliegenden Lieder zu finden. Sicherlich spielte mein Glaube auch eine Rolle bei den Kompositionen, aber ich habe versucht diese Komponente nicht in den Vordergrund zu stellen, sondern die Kraft an sich, die in einem solchen Gebäude steckt, in den Mittelpunkt zu rücken. Dass ich dabei dann künstlerische Mittel verwendete, die den Kirchencharakter verstärkten, war für mich eine logische Folge im Kompositionsprozess und stellt für mich keinen Widerspruch dar. Themen wie der Tod oder das Leiden von Menschen  - ob in Kriegsgebieten oder auch im Leben von Personen, die...